Von Graffenried Kompetenzzentrum Stiftungen

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Was die Firma ist

Von Graffenried Kompetenzzentrum Stiftungen ist ein spezialisiertes Fachangebot der Von Graffenried Gruppe, das sich vollständig auf die Administration, Verwaltung und Beratung von Stiftungen konzentriert. Die Firma betreibt zwei Büros: eines an der Zeughausgasse 18 in Bern (Tel. +41 31 320 59 99) und eines an der Kuttelgasse 1 in Zürich (Tel. +41 31 320 59 99). Das Team setzt sich aus Rechtsanwälten, Notaren und spezialisierten Stiftungsmanagern zusammen. Silvia Schönfelder fungiert als Leiterin des Kompetenzzentrums und trägt den akademischen Titel „lic.iur" (Lizentiat in Rechtswissenschaften). Die Firma positioniert sich mit dem Leitsatz: „Ihrer Stiftung ein Zuhause geben", ein Versprechen, dass die Stiftung professionelle, zuverlässige und individualisierte Betreuung von außen erhält, ohne dass der Stiftungsrat selbst operativ tätig werden muss.

Wofür man sie beizieht

Stiftungen beziehen das Von Graffenried Kompetenzzentrum primär für die laufende Verwaltung ihrer Geschäftsstelle oder des Sekretariats. Das Büro übernimmt die gesamte administrative Last, die sonst bei einem Geschäftsleiter oder bei den einzelnen Räten liegen würde. Dies entlastet den Stiftungsrat oder die Geschäftsleitung und ermöglicht es ihnen, sich vollständig auf die Umsetzung der Stiftungsziele zu konzentrieren. Die Website nennt dies als zentrale Dienstleistung: „Führung der Geschäftsstelle oder des Sekretariats".

Das Spektrum umfasst auch den „Verkehr mit Behörden und weiteren Stakeholdern", also die gesamte Kommunikation mit Aufsichtsbehörden, Finanzbehörden, Banken, und anderen Ansprechpartnern, die mit der Stiftung in Kontakt stehen. Dies ist eine kritische Aufgabe, denn Stiftungen in der Schweiz unterliegen regulatorischer Überwachung durch kantonale und ggf. bundesale Behörden. Das Büro nimmt diese Schnittstelle wahr und stellt sicher, dass die Stiftung ihre Reporting- und Meldepflichten erfüllt.

Für neue Stiftungen bietet das Kompetenzzentrum Unterstützung bei der Fondserrichtung, konkret bei der Errichtung von Stiftungen bei der „Berner Dachstiftung Fontes". Die Dachstiftung ist eine etablierte Struktur, bei der mehrere private Stiftungen unter einem institutionellen Dach vereinigt sind und von professionellen Managern verwaltet werden. Dies ist eine praktische Option für Stifter, die eine Stiftung gründen wollen, ohne sich selbst als Stiftungsrat engagieren zu müssen, und ohne die volle administrative Verantwortung zu tragen. Von Graffenried koordiniert diesen Prozess.

Das Büro begleitet auch „Digitalisierungsprozesse", das bedeutet, dass es Stiftungen unterstützt, ihre Verwaltungsprozesse und Systeme zu modernisieren und in digitale Infrastruktur zu migrieren. Das kann von Datenbank-Migrationen über die Umstellung auf neue Verwaltungssoftware bis zu Prozessoptimierungen reichen.

Das Team ist hochqualifiziert und interdisziplinär besetzt. Neben Silvia Schönfelder (lic.iur, Leiterin) sind Giorgio Albisetti und Guido Albisetti beide Rechtsanwälte und Notare, sie bringen juristische und notarielle Expertise mit. Stephan Hofer und Andreas Wieser sind ebenfalls Rechtsanwälte und gleichzeitig Stiftungsmanager. Nicolas Johner trägt den Zusatz „CFA CESGA", eine professionelle Finanz-Zertifizierung. Das deutet darauf hin, dass das Büro auch bei finanzrechtlichen Fragen, Vermögensanlage von Stiftungen und komplexeren vermögensrechtlichen Aspekten kompetent ist. Insgesamt arbeiten zehn Personen im Zentrum, darunter auch Stiftungsmanager ohne explizite juristische Titel.

Belege von der Seite

Die Website nennt unter „Unsere Dienstleistungen": „Führung der Geschäftsstelle oder des Sekretariats, Fondserrichtung bei der Berner Dachstiftung Fontes, Begleitung von Digitalisierungsprozessen". Diese drei Punkte werden wiederholt auf der Homepage.

Das Organigramm der Website ist ausführlich. Unter der Leitung von Silvia Schönfelder, „Leiterin Kompetenzzentrum Stiftungen, lic.iur" (+41 31 320 59 25), sind weitere Personen namentlich genannt und mit Titeln aufgelistet:

  • Giorgio Albisetti: Rechtsanwalt und Notar
  • Guido Albisetti: Rechtsanwalt und Notar
  • Stephan Hofer: Stiftungsmanager und Rechtsanwalt
  • Nicolas Johner: Stiftungsmanager, CFA CESGA
  • Angelika Senn: Stiftungsmanagerin
  • Nicole von Graffenried: Rechtsanwältin und Notarin
  • Andreas Wieser: Stiftungsmanager und Rechtsanwalt

Zudem sind zwei Assistentinnen aufgeführt: Sandra Bötschi (Assistenz Giorgio Albisetti und Stiftungsmanagerin) und Daniela Krebs (Assistenz Guido Albisetti und Stiftungsmanagerin). Janis Decarli wird als „Stiftungsmanager, BLaw i.A." (Bachelor of Law im Aufbaustudium) genannt.

Unter dem Punkt „Unsere Werte" nennt die Website: „Kompetenz, Wir arbeiten professionell und kompetent und sind nachhaltigen Zielen verpflichtet., Engagement, Wir setzen uns engagiert ein für unsere Kunden, unsere Mitarbeitenden und unsere Firma., Unabhängigkeit, Wir bewahren unsere Unabhängigkeit, um sachlich und objektiv entscheiden zu können."

Die Website betont: „Mit unserer langjährigen Erfahrung und unserem breiten Knowhow im Stiftungssektor unterstützen wir Sie bei Ihrer Stiftungstätigkeit ganzheitlich und massgeschneidert."

Was die Seite offenlässt

Die Website veröffentlicht keine Gebührenmodelle, keine Stundensätze und keine Preise für einzelne Dienstleistungen. Es ist völlig unklar, ob die laufende Verwaltung einer Stiftungsstelle monatlich, jährlich oder projektbasiert abgerechnet wird, und ob es Mindestgebühren oder Pauschalgebühren gibt. Dies ist typisch für Schweizer Stiftungszentren, konkrete Konditionen werden in persönlichen Gesprächen vereinbart und hängen von der Größe und Komplexität der Stiftung ab.

Die Website nennt keine Fallbeispiele oder Referenzen von Stiftungen, die das Büro betreut hat. Es gibt keine Nennungen von Stiftungen, keine Beispiele für erfolgreiche Digitalisierungsprojekte und keinen Hinweis auf den Kundentyp (familiengegründete vs. unternehmensgeführte vs. operative Stiftungen). Auch die Größe des Kundenstamms wird nicht erwähnt, wie viele Stiftungen das Kompetenzzentrum aktuell betreut, bleibt unbekannt. Dies ist eine Lücke, denn die Erfahrung mit ähnlichen Stiftungstypen wäre ein wichtiger Vertrauensindikator.

Die Seite sagt nicht, ob das Büro auch operative oder strategische Beratung anbietet, etwa bei der Strategieentwicklung einer Stiftung, bei Nachfolgefragen oder bei der Neupositionierung. Es ist unklar, ob es Spezialisierungen gibt, etwa auf gemeinnützige Stiftungen, Familienstiftungen, Betriebsstiftungen oder Stiftungen mit Immobilienbestand. Die Website ist bewusst generalisierend.

Für wen die Firma passt und für wen nicht

Von Graffenried passt für Stiftungsräte, die eine professionelle, externe Geschäftsführung suchen und sich selbst nicht operativ einbringen wollen. Dies trifft auf mittelgroße bis größere Stiftungen zu, die eine permanente Geschäftsstelle mit fester Besetzung brauchen. Für Stiftungen in der Region Bern-Zürich ist die geografische Nähe ein Vorteil; das Büro kann vor Ort präsent sein.

Die Kombination von Rechtsanwälten und Notaren ist für Stiftungen wertvoll, die mit Vermögensfragen, Verträgen oder der Gründung selbst umgehen müssen. Das Büro kann diese Beratung aus einer Hand geben.

Nicht ideal ist Von Graffenried für sehr kleine Stiftungen mit minimalen administrativen Anforderungen. Eine rein faktische Buchhaltung ohne Geschäftsstelle-Management wäre wahrscheinlich kostengünstiger bei einem anderen Anbieter.

Für Stiftungen außerhalb der Bern-Zürich-Region ist die Erreichbarkeit und regelmäßige physische Präsenz schwierig. Digitale Lösungen können das ausgleichen, aber es ist zu prüfen, ob das Büro auch eine rein remote Betreuung anbietet.

Für Stiftungen, die eine spezialisierte Expertise (z. B. in gemeinnützigen Organisationen mit Tochtergesellschaften oder internationalen Aspekten) suchen, muss vor einer Anfrage geklärt werden, ob das Kompetenzzentrum diese Erfahrung mitbringt, die Website schweigt dazu.

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